Kritik: Leichen-Rekord beim Wiener "Tatort"
Der neueste Wiener „Tatort“ befremdet durch 15 Leichen, aber mehr noch durch die Ressentiments, die er schürt. Lesen Sie hier die aktuelle Tatort-Kritik:


Die Grippe ist das entspannende Element in diesem Krimi. Rote Nasen und Taschentücher, in die leidenschaftlich hineintrompetet wird, begleiten den Zuschauer vom Anfang bis zum Ende, schaffen in manchen Momenten eine zarte Komik, die diesem Film nicht schlecht steht. „Kein Entkommen“, der Titel des jüngsten „Tatort“ aus Wien, lässt sich ja durchaus auch auf die unter den Protagonisten grassierende Influenza beziehen.

Doch damit hat sich die Gemütlichkeit auch schon. Regisseur und Drehbuchautor Fabian Eder hat mit dieser Krimifolge einen Politthriller geschaffen, der das Publikum, vor allem das österreichische, ganz offensichtlich polarisieren soll. Dafür sprechen die insgesamt 15 Leic...